Helfende Hände

Eingestellt durch: Bertelsmann Stiftung

Gemeinnützige Arbeit in weniger ausgelasteten Zeiten

Bildung und AusbildungSoziale UngleichheitArbeitsplatzMittleres Unternehmen

Trocknungsfachbetrieb Michael Grübel GmbH & Co. KG

Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
https://www.gruebel-kg.de/

Idee

In Handwerksbetrieben ist die zeitliche Auslastung im Kalenderjahr unterschiedlich stark. Daher bietet es sich an, die weniger auftragsstarken Wochen für Fortbildungen und Sozialprojekte zu nutzen. Durch die Erfahrungswerte der Betriebsleiter können diese Zeiten vorab mit Projektpartnern schon grob geplant werden.

Seit 2003 ist das firmeneigene gemeinnützige Projekt „Michael Grübel helfende Hände“ mit mittlerweile 4 Subprojekten über 100 mal durchgeführt worden. Alle Mitarbeitenden an allen Standorten – vom Azubi bis zum Geschäftsführer – können am Projekt während ihrer Arbeitszeit teilnehmen, daher steht das CSR-Projekt auch auf einer breiten Basis. Die 4 Subprojekte sind:

„Hilfe durch Handwerk“, kostenlose Handwerksarbeit; „Zeit im Alter“, Unterhaltung in Seniorenheimen; „Stadtglück“, Internetverkauf von Schülerkunst; „DryArt”, künstlerische Gestaltung der Trocknungsgeräte.

Umsetzung

Projektpartner können direkt anfragen oder MitarbeiterInnen können Partner für „Helfende Hände“ vorschlagen, z. B. Schulen, die ihre Kinder besuchen. Je nach Arbeitsaufwand und Warteliste werden die Interessenten sukzessive bedient. Die Mitarbeitenden aller Abteilungen und vor allem auch die Auszubildenden können an den Aktionen teilnehmen – je nach Interesse und Fertigkeiten- und werden von der Arbeit frei gestellt.

Die Reichweite des Projekts ist beachtlich, weil vielen Personengruppen – Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen – geholfen wird.

Wichtig ist, dass die CSR-Projektarbeiten nur für öffentliche Bereiche angeboten werden und nur für zusätzliche Arbeiten buchbar sind. Damit wird ausgeschlossen, dass hierdurch reguläre Aufträge vorweggenommen werden bzw. eine Konkurrenzlage entsteht.

Resultate

Im Handwerk sind die "Michael Grübel Trocknungsfachbetrieb GmbH Co.KG" ein Vorbild für CSR. Durch das Projekt hat das Unternehmen motivierte und qualifizierte Mitarbeitende, die in Ihrer Sozialkompetenz geschult sind. Man lernt durch die Projekte, dass zum wirtschaftlichen Handeln weit mehr gehört, als betriebswirtschaftliches Denken und setzt dies direkt im lokalen Umfeld um. Gegen Fachkräftemangel und Bildungsdefizite wird durch besonderes Personalmanagement, z. B. durch Ausbildung in fünf Ausbildungsberufen, Förderung Techniker-/Meisterschule, Bewerbertraining, "BUS-Partner" einer Bielefelder Förderschule und familienfreundliche, individualisierte Angebote, gearbeitet.

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Tipps für Nachahmer: Daran sollten Sie denken

  1. Sehr umfangreiche Projekte können gesplittet und durch hinzuziehen der Fördervereine/ anderer Handwerksbetriebe/ Handwerkskooperationen realisiert werden.
  2. Durch den Einsatz in unserer Region sind Logistik und Planung einfacher, weil man Abläufe schon einschätzen kann bzw. in kurzen Wegen einrichtet.
  3. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, als Arbeitgeber ein positives Image zu erarbeiten. CSR trägt dazu bei.
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