Integration durch regionale Kooperation

Eingestellt durch: Bertelsmann Stiftung

Sprachkenntnisse für und soziale Einbindung von Geflüchteten

Bildung und AusbildungIntegrationMarktMit Partner(n)Kleines Unternehmen

Adolf Würth GmbH & Co KG

Künzelsau, Baden-Württemberg
https://www.wuerth.de/
„Sprachkenntnisse und eine soziale Einbindung sind die wesentlichsten Voraussetzungen für gelingende Integration“

Idee

Die im Jahr 2015 rasant ansteigende Anzahl von Geflüchteten und Asylbewerbern stellt Bund, Länder und vor allem Kommunen in Deutschland vor große Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um die Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten, sondern auch, langfristig betrachtet, um eine erfolgreiche Integration. Für diese ist insbesondere die interkulturelle und sprachliche Weiterbildung eine notwendige Voraussetzung. Um die eigene Region bei dieser Aufgabe zielorientiert zu unterstützen, richtete die "Adolf Würth GmbH & Co KG" gemeinsam mit dem "Hohenlohekreis" ein Integrationszentrum ein. Neben einer finanziellen Unterstützung von 500.000 Euro stellte das Unternehmen dem Landkreis die nötigen Räumlichkeiten am eigenen Firmensitz in Künzelsau zur Verfügung.

Umsetzung

Schwerpunkt der Arbeit des gemeinsamen Integrationszentrums ist, den Asylsuchenden und Geflüchteten rasch Sprachkenntnisse zu vermitteln und konkrete Maßnahmen zur Integration in die Gesellschaft und ins Arbeitsleben umzusetzen.

Dies erfolgt zum einen durch Sprachkurse, die in Kooperation mit verschiedenen Trägern wie beispielsweise den regionalen Volkshochschulen angeboten werden. Zum anderen werden Fragen zur Überführung in den Arbeitsmarkt, zu Praktikums- oder Ausbildungsplätzen in Zusammenarbeit mit der "Handwerkskammer" (IHK), dem "Jobcenter Hohenlohekreis", der "Bundesagentur für Arbeit" sowie der "Arbeitsinitiative Hohenlohekreis" beantwortet. Das Integrationszentrum kooperiert zudem mit der "Kreisdiakonie", der "Caritas", dem "DRK" und weiteren freien Trägern der Region. Die Koordination der einzelnen Maßnahmen des Integrationszentrums wird durch ein gemeinsames Gremium wahrgenommen, das sich aus den verschiedenen Trägern sowie Vertretern des Unternehmens Würth rekrutiert. Ergänzend zum Integrationszentrum stellt "Würth" dem Landkreis ein Gebäude in Kupferzell kostenfrei zur Verfügung, das für die Unterbringung von bis zu 50 Asylbewerbern und Geflüchteten geeignet ist.

Resultate

Bereits im November 2015 begrüßte das neue Integrationszentrum 25 Geflüchtete zu einem Sprachkurs. Rund 300 Beratungsgespräche mit Flüchtlingen fanden bis Februar 2017 statt. Bis die Geflüchteten in eine Ausbildung vermittelt werden können, ist es ein langer Prozess, doch erste Erfolgsgeschichten gibt es bereits: Ein Geflüchteter schloss 2017 sein englischsprachiges Masterstudium ab und erhielt eine Stelle im IT-Bereich bei Daimler. Durch eine aktive und vor allem vielseitige Integrationsarbeit gelingt es dem Unternehmen, in ihrem Integrationszentrum Flüchtlingen die deutsche Sprache rasch zu vermitteln und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

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Tipps für Nachahmer: Daran sollten Sie denken

  1. Integration von Flüchtlingen gelingt nur in der Gemeinschaft
  2. Ein aktives Partnernetzwerk ist unendlich wertvoll
  3. Die Koordination der einzelnen Maßnahmen braucht ein gemeinsames Gremium

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