Gibt Menschen eine zweite Chance

Eingestellt durch: Bertelsmann Stiftung

Berufsvorbereitungskurse für Strafgefangene

Bildung und AusbildungIntegrationMarktMit Partner(n)Kleines Unternehmen

IRHT Institut für Reinigungs- und Hygienetechnik

Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
http://www.irht.de

Idee

Gebäudereinigungsunternehmen haben immer größere Schwierigkeiten offene Stellen zu besetzten. Leider liegt das auch daran, dass der Beruf GebäudereinigerIn oder auch die Tätigkeit als Reinigungskraft kein gutes Image hat. Dabei ist die Gebäudereinigung das beschäftigungsstärkste Handwerk überhaupt. Neben interessanten und komplexen Inhalten bietet es auch hervorragende Aufstiegschancen.

Um neue Arbeitskräfte zu finden, wurde ein Projekt mit der JVA Freiburg initiiert, das sozial benachteiligten Menschen, wie z. B. ehemaligen Strafgefangenen, eine Qualifikation mit der Chance zur anschließenden Übernahme anbietet. So gelingt die soziale Integration und die Nachfrage nach Arbeitskräften wird zumindest zum Teil befriedigt.

Umsetzung

In einem gemeinsamen Projekt mit der JVA Freiburg wurde eine Qualifizierungsmaßnahme durchgeführt: Über ein halbes Jahr (500 Stunden) wurden Häftlinge im Beruf des Gebäudereinigers ausgebildet. Nach einer schriftlichen Abschlussprüfung erhielt jeder Teilnehmende ein Zertifikat des "Institut für Reinigungs- und Hygienetechnik" (IRHT). Darin sind die gewonnenen Erkenntnisse und Fähigkeiten für mögliche spätere Bewerbungsverfahren dokumentiert. Im Kurs wurden sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse vermittelt. So wurde z. B. in einem gemeinsamen Projekt die Gefängniskapelle komplett grundgereinigt.

Resultate

Alle Teilnehmenden können mit dem Abschlusstest ihre Fähigkeiten dokumentieren. Bereits während der Maßnahme wurden Kontakte zu Gebäudereinigungsunternehmen geknüpft. Über die jeweiligen Betreuer ergaben sich konkrete Vorstellungsgespräche und Arbeitsverhältnisse. Auch ein Fernsehteam der ARD (SWR) hat im Rahmen einer Reportage über die Maßnahme berichtet.

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Tipps für Nachahmer: Daran sollten Sie denken

  1. Mit Institutionen und Verbänden zusammenarbeiten und kooperieren
  2. Auch sogenannte „Randgruppen“ ansprechen, denn auch dort finden sich oft gute und motivierte MitarbeiterInnen. Jedem eine Chance geben und sich dann bewusst auf diejenigen konzentrieren, die wollen.
  3. Ohne zu große Erwartungen ins Projekt gehen, so wird man häufig positiv überrascht
Das ist ein Alt-Text. Das ist ein Pflichtfeld.

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