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Sebastian Pfütze

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Ausgangslage

Die im Jahr 2015 rasant ansteigende Anzahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern stellt Bund, Länder und vor allem Kommunen in Deutschland vor große Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um die Unterbringung und Versorgung der Geflüchteten, sondern auch, langfristig betrachtet, um eine erfolgreiche Integration. Für diese ist insbesondere die interkulturelle und sprachliche Weiterbildung eine notwendige Voraussetzung. Um die eigene Region bei dieser Aufgabe zielorientiert zu unterstützen, richtete die Adolf Würth GmbH & Co KG gemeinsam mit dem Hohenlohekreis ein Integrationszentrum ein. Neben einer finanziellen Unterstützung von 500.000,- Euro stellte das Unternehmen dem Landkreis die nötigen Räumlichkeiten am eigenen Firmensitz in Künzelsau zur Verfügung.

Umsetzung

Schwerpunkt der Arbeit des gemeinsamen Integrationszentrums ist, den Asylsuchenden und Flüchtlingen rasch Sprachkenntnisse zu vermitteln und konkrete Maßnahmen zur Integration in die Gesellschaft und ins Arbeitsleben umzusetzen.

  • Dies erfolgt zum einen durch Sprachkurse, die in Kooperation mit verschiedenen Trägern wie beispielsweise den regionalen Volkshochschulen angeboten werden.
  • Zum anderen werden Fragen zur Überführung in den Arbeitsmarkt, zu Praktikums- oder Ausbildungsplätzen in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer, der IHK, dem Jobcenter Hohenlohekreis, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Arbeitsinitiative Hohenlohekreis beantwortet.
  • Das Integrationszentrum kooperiert zudem mit der Kreisdiakonie, der Caritas, dem DRK und weiteren freien Trägern der Region.
  • Die Koordination der einzelnen Maßnahmen des Integrationszentrums wird durch ein gemeinsames Gremium wahrgenommen, das sich aus den verschiedenen Trägern sowie Vertretern des Unternehmens Würth rekrutiert.
  • Ergänzend zum Integrationszentrum stellt Würth dem Landkreis ein Gebäude in Kupferzell kostenfrei zur Verfügung, das für die Unterbringung von bis zu 50 Asylbewerbern und Flüchtlingen geeignet ist.

Resultate

Bereits im November 2015 begrüßte das neue Integrationszentrum 25 Flüchtlinge zu einem Sprachkurs. Rund 300 Beratungsgespräche mit Flüchtlingen fanden bis Februar 2017 statt. Bis die Geflüchteten in eine Ausbildung vermittelt werden können, ist es ein langer Prozess, doch erste Erfolgsgeschichten gibt es bereits: Ein Flüchtling schloss 2017 sein englischsprachiges Masterstudium ab und erhielt eine Stelle im IT-Bereich bei Daimler. Durch eine aktive und vor allem vielseitige Integrationsarbeit gelingt es dem Unternehmen, in ihrem Integrationszentrum Flüchtlingen die deutsche Sprache rasch zu vermitteln und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Tipps zum Nachahmen

  • Integration von Flüchtlingen gelingt nur in der Gemeinschaft
  • Ein aktives Partnernetzwerk ist unendlich wertvoll
  • Die Koordination der einzelnen Maßnahmen braucht ein gemeinsames Gremium
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Fazit der Redaktion

Mit ihrem Integrationszentrum und Flüchtlingsheim hat die Adolf Würth GmbH & Co. KG im baden-württembergischen Künzelsau zusammen mit dem Hohenlohekreis ein Projekt initiiert, mit welchem es Engagement in der eigenen Region zeigt und für unternehmerische Verantwortung Maßstäbe in der Branche setzt. Durch zahlreiche Kooperationen kann den Geflüchteten ein Angebot gemacht werden, durch das die Region profitiert – Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt. 

Steckbrief

UNTERNEHMEN

Adolf Würth GmbH & Co KG

BRANCHE
Sonstiges

GRÖSSE

Kleines Unternehmen

STANDORT

Künzelsau, Baden-Württemberg

WEBSITE

www.wuerth.de


 

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