Wichtiger Hinweis: Hier entsteht eine neue Plattform zum Engagement von Unternehmen in Deutschland.
Diese Seite steht vor grundlegenden Veränderungen: regional-engagiert.de wird zu einer Gemeinschaftsinitiative, die zum Mitmachen einlädt.
Kommen Sie im September 2019 hierher zurück und werden Sie ein Teil von regional-engagiert.
Neuigkeiten zu unserem Projekt gibt es auf Twitter @Reg_Engagiert

Menu

Ausgangslage

Bereits vor über 20 Jahren begann PIETEC mit der Vergabe von Aufträgen an die Schloßwerkstätten der Caritas. Da es dem Inhaber Herrn Reinhard Piepenbrock immer ein großes Anliegen ist, auch Menschen mit psychischen Erkrankungen bzw. Handicap zu integrieren und zu fördern, wurde die Zusammenarbeit mit den Schloßwerkstätten im Laufe der Jahre ständig ausgeweitet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, durch berufliche Rehabilitation die Teilhabe der gehandicapten Menschen am Arbeitsleben zu ermöglichen und somit die Integration in die Gesellschaft und den ersten Arbeitsmarkt zu gewährleisten.

Umsetzung

Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit den Schloßwerkstätten begann als das Nachbargrundstück von PIETEC zum Verkauf stand. Herr Piepenbrock kaufte das Grundstück und ermöglichte somit einen Umzug der Schloßwerkstätten hierher. Seit 2005 sind nun die Schloßwerkstätten auf dem direkten Nachbargrundstück von PIETEC angesiedelt, was die Zusammenarbeit erheblich vereinfacht. In 2007 beging man dann gemeinsam den nächsten Schritt und integrierte eine ganze Arbeitgruppe mit vier gehandicapten Menschen und zwei sozialpädagogischen Betreuern in die eigenen Betriebsabläufe bei PIETEC. Seit dieser Zeit führen die Kollegen dieser Arbeitsgruppe direkt in der Fertigung von PIETEC eigenverantwortlich Montagearbeiten durch und werden somit wieder vorsichtig an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt.

Resultate

Beleg für das gute Funktionieren dieser langfristigen Zusammenarbeit ist das stetige Anwachsen der Arbeitsgruppe mit den gehandicapten Menschen in der eigenen Fertigung. Die Gruppe ist auf 14 Mitarbeiter angewachsen. Die positiven Effekte der Zusammenarbeit sind bei  allen Mitarbeitern spürbar: Die Arbeit steigert das Selbstbewusstsein und erfüllt die  gehandicapten Menschen. Das Miteinander aller Kollegen untereinander wird gestärkt. Es ist für jeden selbstverständlich, dass die gehandicapten Menschen ebenso zum Kollegium gehören wie alle anderen Mitarbeiter auch. Für diese Zusammenarbeit wurde PIETEC dann im Mai diesen Jahres mit dem Publikumspreis des „CSR Preis-OWL“ in der Kategorie „Unternehmen < 250 Mitarbeitern“ belohnt.

Tipps zum Nachahmen

  • Unternehmen sollten öfter auch mal einen zweiten Blick wagen und Menschen eine Chance geben, die  auf dem ersten Blick nicht den üblichen Anforderungen entsprechen. 
  • Mehr Mut beim regionalen Engagement führt dazu, dass schwierige Projekte auch tatsächlich in Angriff genommen werden und nicht nur über die jeweilige Problematik gesprochen wird.
Logo

Fazit der Redaktion

Das Integrationsprojekt der PIETEC Feinwerktechnik zeigt, wie eine Kooperation zwischen einem Betrieb für Menschen mit Behinderung und einem "normalen" Betrieb nach und nach in eine Zusammenarbeit von Menschen mit Handicap und solche ohne überführt wurde. Langsam ist das Projekt gewachsen, das Team der Menschen mit Handicap bei PIETEC wurde immer größer. Ein schönes Beispiel dafür, wie über Jahre gelebte Kooperation zu einer langfristigen Inklusion wachsen kann.

Steckbrief

THEMA
Soziale Benachteiligung
Menschen mit Behinderung

UNTERNEHMEN

PIETEC Feinwerktechnik GmbH & Co. KG

BRANCHE
Verarbeitendes Gewerbe

GRÖSSE

Mittleres Unternehmen

STANDORT

Bad Wünnenberg-Haaren

WEBSITE

 www.pietec.de


 

Publikation

Berufsausbildung junger Menschen mit Migrationshintergrund

Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelingt der direkte Übergang in eine duale Ausbildung deutlich seltener als ihren Altersgenossen ohne ... weiterlesen


 

Publikation

Vom Willkommen zum Ankommen

Ratgeber für wirksames Engagement von Stiftungen und Unternehmen in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Flüchtlingshilfe. weiterlesen