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Flughafen Stuttgart

Flughafen Stuttgart GmbH

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Ausgangslage

Öffentliche Plätze in Deutschland sehen sich immer häufiger mit Herausforderungen konfrontiert, die mit dem verstärkt verbreiteten Pfandflaschensammeln zusammenhängen. Mit ansteigendem Wettbewerb zwischen Flaschensammlern, kam es auch am Flughafen Stuttgart vermehrt zu Konflikten zwischen organisierten Sammlergruppen, die zum Teil von der Polizei gelöst werden mussten. Der Flughafen Stuttgart sah sich schließlich dazu gezwungen nach einer alternativen Lösung für das Problem zu suchen: Diese fand sich in Zusammenarbeit mit der Studenteninitiative enactus der Universität Hohenheim. In Kooperation mit der Stuttgarter Organisation Trott-war e.V. wurde das Projekt „Spende dein Pfand“ ins Leben gerufen. Seit September 2013 kann am Flughafen Stuttgart jeder Passagier, der eine Pfandflasche statt in den Mülleimer in einen der aufgestellten Sammelbehälter wirft, zugleich sozial benachteiligten Menschen einen Job verschaffen, die Umwelt schonen und eine soziale Organisation unterstützen.

 

Umsetzung

Mitarbeiter des in Stuttgart ansässigen Vereins „Trott-war e.V.“ leeren die Behälter, sortieren die Flaschen in einem eigens angemieteten Kellerraum des Flughafens und organisieren deren Abtransport durch den Grünen Punkt. Der Flughafen hat dem Projekt zehn selbst angefertigte Plexiglasbehälter, Sonderanfertigungen zu je etwa 1.000 EUR, Transportequipment und einen Sortierraum für die Trott-war Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Um die Pfandeinnahmen für Trott-war e.V. weiter zu steigern, setzt der Flughafen auf die Kommunikation mit den Besuchern und weist zum Beispiel mit Hilfe von Stickern auf allen normalen Mülleimern in den Terminals auf die Sammelbehälter vor den Sicherheitsbereichen hin. Mit Kommunikationsinstrumenten und vor allem mit weiterhin viel Engagement möchte der Flughafen Stuttgart zusammen mit seinen beiden Projektpartnern „Spende dein Pfand“ langfristig in den Terminals halten. Alle eingeworfenen Flaschen gelangen in den Recycling-Kreislauf zurück und die laufenden Projektkosten werden außerdem durch die Pfandeinnahmen gedeckt.

Resultate

Sechs sozial benachteiligte Menschen erhielten zu Beginn des Projekts mit Hilfe von Trott-war einen Arbeitsplatz und werden mit einem festen Stundensatz entlohnt. Auch die Studenten der Universität Hohenheim als weiterer Projektpartner aus der Umgebung profitierten indem sie ihren Ideenreichtum und ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen konnten und in der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen wertvolle Erfahrungen sammelten. Inzwischen gibt es weitere Teilnehmer der Aktion "Spende dein Pfand": auch die Flughäfen Köln/Bonn, Hamburg, Bremen, Berlin, Paderborn und Dresden (Stand 2018) haben das Konzept inzwischen eingeführt.

Tipps zum Nachahmen

  • Einen wachen Blick auf Umwelt und Gesellschaft haben, um Probleme zu identifizieren und diese lösungsorientiert anzugehen.
  • Mit Partnern aus verschiedenen Sektoren zusammenarbeiten und Synergieeffekte für das Projekt nutzen.
  • Wichtig ist, dass alle Beteiligten von Anfang an einen Mehrwert aus dem Projekt ziehen.  
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Fazit der Redaktion

Bedürftigen Menschen einen Job verschaffen, die Umwelt schonen und eine soziale Organisation unterstützen? -Dieses Beispiel zeigt, wie sowohl soziale als auch ökologische und wirtschaftliche Aspekte in einer Gemeinschaftsaktion ineinandergreifen können. Des Weiteren ist das Konzept hervorragend zur Nachahmung geeignet – auch abseits des Flughafen Kontextes.

Steckbrief

UNTERNEHMEN

Flughafen Stuttgart GmbH

BRANCHE
Verkehr und Lagerei

GRÖSSE

Kleines Unternehmen

STANDORT

Stuttgart, Baden Württemberg

WEBSITE

www.flughafen-stuttgart.de


 


 

Publikation

Gutes tun - Besser spenden 16.4 01

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