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Ausgangslage

Ziel des Projekts ist die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Personen mit komplexen Problemlagen sowie langjährigem Abstand zum Arbeitsmarkt, die eine Behinderung haben oder von Behinderung bedroht sind. Es handelt sich um Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen und besonderen Unterstützungsbedarfen im Arbeitslosengeld2-Bezug. Inhalte des Projekts sind die Feststellung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, Stärkung der Grundkompetenzen, Aktivierung im Blick auf die vorliegenden individuellen Verbesserungsbedarfe, Bewerbungscoaching und die lösungs- und ressourcenorientierte Identifizierung und Bearbeitung der multiplen Vermittlungshemmnisse. Arbeitserprobungen werden ermöglicht, sowohl im geschützen Rahmen als auch bei Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, um Belastungsgrenzen auszutesten, Qualifizierungen zu erwerben oder neue Arbeitsbereiche auszuprobieren. Die Perspektive ist die Arbeitsaufnahme.

Umsetzung

In regelmäßigen Einzelgesprächen werden Einschränkungen, Barrieren, Schicksalsschläge, aber auch Hoffnungen, Ziele und Wünsche für die eigene Zukunft thematisiert. Gemeinsam entdecken wir Stärken und Potentiale und nutzen sie für den weiteren Prozess. So kommt ein Veränderungsprozess in Gang, der von einem Coach begleitet wird. Die Teilnehmenden setzen sich mit den eigenen Werten, Bedürfnissen und der Analyse des fiktiven Wunsch-Arbeitgebes auseinander. Dabei kommt es zu einem intensiven Bewerbungstraining. Wichtiger Bestandteil sind auch Themen der aktiven Lebensführung. Das bedeutet eine Begleitung im Netzwerk aus z. B. Fachberatungsstellen, Ärzten und Psychologen. Dies wird durch Biographie- und Laufbahnberatung ergänzt. Auf dieser Basis können persönliche und berufliche Ziele erarbeitet werden. In der Phase der Findung und Erprobungen finden im begleiteten und beschützten Raum Arbeitserprobungen statt, sowohl bei Sozialbetrieben als auch bei Betrieben des Arbeitsmarktes. Dabei wird Verunsicherung abgebaut und die Arbeitsbelastung langsam gesteigert. Dieser Rahmen bietet die Möglichkeit berufliche Schlüsselqualifikationen wie beispielsweise Kooperationsfähigkeit im Team, Kommunikationsfähigkeit zu erproben. Eine Aufnahme einer Beschäftigung ist das Ziel.

Resultate

Menschen mit Behinderung und vielfältigen Vermittlungshemmnissen, wie langjähriger Leistungsbezug, Migrationshintergrund, Verschuldung, höheres Alter, fehlende/ nicht anerkannte Ausbildungsabschlüsse, fehlende Mobilität konnten in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden. Obwohl für die beschriebene Zielgruppe kaum Vermittlung zu prognostizieren ist, konnten 26 % der begleiteten Personen Beschäftigung aufnehmen. Das Projekt ist ausgezeichnet worden mit dem Bayerischen Miteinanderpreis 2016, ausgereicht vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

Tipps zum Nachahmen

Arbeitgeber Coaching: Gewinnung von Arbeitgebern und Kontaktpflege mit verschiedenen Formaten wie Events, Infoveranstaltungen, Stammtischen, Beiratstätigkeit sowie Aktivierung ihrer Netzwerke; in der Begleitung von Kunden mit Behinderungen: Freiwilligkeit in der Teilnahme, Vertrauensarbeit und Orientierung an aktuellen Bedarfen; rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit, Einbindung von Sozialunternehmen.

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Fazit der Redaktion

Die ACCES Integrationsbegleitung zeigt auf vorbildliche Weise, mit welchen Hilfen die Integration von Menschen mit unterschiedlichen Vermittlungshemmnissen in den ersten Arbeitsmarkt gelingen kann. Dabei wird ganzheitlich auf die Zielgruppe eingegangen und neben der beruflichen Integration auch die gesamte Lebensführung einbezogen. Das bedeutet für die Menschen, bei denen die Vermittlung dauerhaft gelingt, die Chance auf ein selbst bestimmtes Leben in der Gesellschaft. 

Steckbrief

THEMA
Menschen mit Behinderung

UNTERNEHMEN

ACCESS Integrationsbegleitung gGmbH

BRANCHE
Gesundheits- und Sozialwesen

GRÖSSE

Mittleres Unternehmen

STANDORT

Erlangen, Nürnberg, Bamberg

WEBSITE

 www.access-ifd.de


 

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